Als wir am 10.Oktober 2016 mit dem S123 280TE loslegten, war allen klar, dass es um einen großen Haufen Arbeit geht. Die Art von Haufen, der man im ländlichen Sommer oft in Sandalen auf einer Wiese begegnet. Nachdem man reingetreten ist. Wir fühlten uns perfekt vorbereitet, waren wie immer super eingestellt. Auf heiße Diskussionen, kalte Würstchen, warmes Bier und eine niemals zu argumentierende Anzahl wild durchblechter Nächte. 

Dass diesmal Erfahrung, Geschick und Motivation allein nicht zum Ziel führen würden, konnte damals keiner der Sternwarter wissen. Wollte auch niemand. Immerhin ging es um einen der begehrenswertesten Mercedes 123, die wir je gesehen hatten, darin waren wir uns einig. 444 Sandbeige mit 257 Leder Henna. WoooW! Doch die enorme Freude über das Projekt bekam auch Kratzer ab. Wir mussten nachlegen. Bei der Ausdauer. Und bei den Mitteln.

Im Oktober 2017 rollte der Kombi aus der Werkstatt, bekam sein H Kennzeichen, ging auf Testfahrt in den Alltag. Nach einem Jahr, das sämtliche mathematischen Grundregeln auf den Kopf stellte und spannende Fragen aufwarf. Wie viele Male zum Beispiel passt eine glatte 5 in die Zustandsnote 4 Minus? Die Antwort, das wissen wir heute, ist so überraschend wie einfach: Unendlich oft. Und genau das wollen wir mit ihm tun: unendlich oft fahren.

Der erste Artikel der Beitragsreihe „Restauration eines sandbeigen S123“ zeigt Zerlegung und Bestandsaufnahme KAROSSERIE. Der Zeitabschnitt, in dem sich das Objekt eigenwillig gegen Idee, Zeitplan und Budget sträubt. Mit knackigen Tritten, die Dich mal am Lobus Frontalis und mal an den Eiern treffen. Doch keine Sorge, kurz bevor Du beides nicht mehr unterscheiden kannst, ist die Zerlegung abgeschlossen. Meistens jedenfalls. Mehr zu diesem Projekt gibt`s auch zum Beispiel hier und in Kürze im Sternwarter Youtube Channel.

Video Mercedes Benz S123 von der Besichtigung vor der Restauration