Der letzte Teil unserer kleinen Reportage über den seltenen Mercedes 220Sb Sternfund berichtet über Innenraum und Karosserie. Auf den ersten Blick im Zustand nach 43 Jahren Standzeit durch Welten getrennt. Während der Innenraum beinahe makellos wirkt, braucht das Blech Arbeit. Vor der Wiederinbetriebnahme müssen die Türen überarbeitet werden. Sie brauchen einen erfahrenen Karosseriebauer, der sein Handwerk versteht und Lust drauf hat. Alles andere ist im Zuge einer Teillackierung schnell in den Griff zu bekommen. 

Man will immer den größtmöglichen Teil des Originallacks erhalten. Das bedeutet hier das Unterteil abwärts der Mittelsicke einmal um`s Auto herum neu lackieren. (Beim W112 hieße das abwärts der Mittelzierleiste). Der ganze Rest ist Spotrepair mit kleinem Besteck. Ein Gesamtaufwand für die Außenhaut, der ziemlich überschaubar ist. Am Ende des Weges lockt die begehrenswerte Note 2+. Auch, weil die Technik der W111 Limousine sehr umfangreich überholt, beziehungsweise teilweise erneuert wurde. Siehe dazu Teil II unserer Reportage

Ein weiteres Highlight dieses 1963er W111 220Sb ist der Innenraum. Der Wagen hat nur 98.437 vollständig durch Scheckheft belegte Kilometer auf der Straße verbracht. Von 1976 an stand er abgedeckt in einer beheizten Halle. Das sieht man dem Innenraum gut an und so duftet er, wie ein neuer Mercedes damals eben so duftete. Toll! Ach ja, es gibt eine Abnutzungsstelle an der Seitenwange des Fahrersitzes. Außerdem war das Originallenkrad weiß. Aber sonst ist der 220er innen nahezu perfekt. Ein toller Sternfund, der seinem neuen Besitzer für viele Jahre wenig  Arbeit und sehr viel Freude bereiten wird. Mehr Sternfunde finden Sie hier.