Moor ist der braun ey!

Was hinter dem Farbcode DB 479 Moorbraun auf dem 123er Blech hervorglänzt, ist ein unilackes Unikat. Oder ein Unikater Unilack. Noch bevor ich frage, ob irgendwelche Exemplare der Gattung Felis überhaupt an Hochschulen zugelassen werden, trifft mich die Erinnerung an Moorbraun wie der berühmte Griff ins Katzenklo. Igitt. Eine Farbidee, wie der laute Protest des Schrebergartenvereins Herta Howdee Wurzel Rein gegen alles, was auch nur annähernd geschmackvoll erscheint.

Wir wollen festhalten: Wer sich von `79 bis `81 mit diesem Vollton besternt in den metallicschwangeren Straßenverkehr wagt, gilt entweder als farbenblind, beratungsresistent oder Schokoladenfabrikant mit mehr als 75% Kakao im BlutHeute sieht die Sache natürlich anders aus. Zwar haben sich Pigment und Mischungsverhältnis der Farbe kein bisschen verändert, die Perspektive ihrer Betrachter dafür umso mehr. 479 Moorbraun ist zum kultigen Botschafter der Mercedes Farbmythologie gereift. Persönlich find` ich 479 inzwischen nicht so schwäbisch, sondern doch irgendwie  mehr linksrheinisch. Fortsetzung folgt…